Warum Risse in den Lippenwinkeln auftreten: Ärzte erklären
„ Risse in den Lippenwinkeln “ ist eine volkstümliche Bezeichnung für ein unangenehmes Phänomen, bei dem Mikrorisse, Rötungen, Juckreiz und sogar pustulöse Läsionen in den Lippenwinkeln auftreten. Der medizinische Name für diese Erkrankung lautet Mundwinkelrhagaden . Dies ist ein ziemlich häufiges Phänomen, das sowohl Kinder als auch Erwachsene stören kann. Ärzte erklären, warum diese schmerzhaften Risse entstehen, warum sie gefährlich sind und wie man damit umgeht.
Inhalt
- Die Hauptgründe für die Bildung von „Marmeladen“
- 1. Vitaminmangel
- 2. Infektionen
- 3. Mechanische Reizung
- 4. Geschwächtes Immunsystem
- 5. Allergische Reaktionen
- Symptome, auf die Sie achten sollten
- Wie behandelt man Mundwinkelrhagaden?
- 1. Labordiagnostik
- 2. Lokale Behandlung
- 3. Ernährungskorrektur
- 4. Schlechte Gewohnheiten aufgeben
- 5. Unterstützt die Immunität
- Wann ist ein Arzt aufzusuchen?
Die Hauptgründe für die Bildung von „Marmeladen“
Es gibt mehrere Hauptfaktoren, die zur Bildung von Rissen in den Lippenwinkeln führen:
1. Vitaminmangel
Die häufigste Ursache einer Mundwinkelrhagadenentzündung ist ein Mangel an B-Vitaminen, insbesondere B2 (Riboflavin), B6 und B12. Auch die Vitamine A und C spielen eine wichtige Rolle. Ihr Mangel schwächt das Immunsystem und stört die Regenerationsprozesse der Haut.
2. Infektionen
Mundwinkelrhagaden sind häufig bakteriellen oder pilzlichen Ursprungs. Beispielsweise können Mikroorganismen wie Candida albicans oder Staphylococcus aureus in Mikrorisse in den Mundwinkeln eindringen und Entzündungen verursachen.
3. Mechanische Reizung
Ständiges Lecken der Lippen, insbesondere in der kalten Jahreszeit, oder die unsachgemäße Verwendung von Zahnersatz können Reizungen und Mikrotraumata verursachen, die sich in der Folge zu Mundwinkelrhagaden entwickeln.
4. Geschwächtes Immunsystem
Menschen mit chronischen Erkrankungen, Diabetes oder Immunschwäche leiden häufiger an Mundwinkelrhagaden. Eine Störung der Mikroflora und eine Schwächung der körpereigenen Abwehrkräfte schaffen einen Nährboden für die Entwicklung von Infektionen.
5. Allergische Reaktionen
In manchen Fällen ist eine Allergie gegen Zahnpasta, Kosmetika oder Nahrungsmittel die Ursache. Dann treten bei der Mundwinkelrhagaden weitere Symptome auf, beispielsweise Juckreiz, Schwellungen oder Hautausschlag.
Symptome, auf die Sie achten sollten
Zu den wichtigsten Manifestationen von „Marmelade“ zählen Ärzte:
• Schmerzen und Beschwerden beim Öffnen des Mundes;
• Rötungen und Risse in den Lippenwinkeln;
• Trockenheit, Juckreiz oder Brennen;
• Auftreten von Krusten oder Eiter (im Falle einer Infektion);
• Blutungen beim Dehnen der Lippen.
Wie behandelt man Mundwinkelrhagaden?
Um Mundwinkelrhagaden wirksam zu behandeln, ist es wichtig, die Ursache richtig zu bestimmen. Die folgenden Schritte sollten befolgt werden:
1. Labordiagnostik
Wenn die Mundwinkelrhagaden nicht innerhalb von 5–7 Tagen abklingen, sollten Sie einen Hautarzt oder Therapeuten aufsuchen. Möglicherweise sind Blutuntersuchungen auf Vitamine und Glukose sowie ein Abstrich aus dem betroffenen Bereich erforderlich.
2. Lokale Behandlung
Zum Einsatz kommen Antiseptika (zum Beispiel Chlorhexidin), antimykotische Salben (Clotrimazol, Nystatin), antibakterielle Cremes (Levomekol, Bactroban) sowie Heilmittel auf Basis von Dexpanthenol.
3. Ernährungskorrektur
Die Ernährung sollte reich an B-Vitaminen, Eisen und Zink sein. Zu den empfohlenen Lebensmitteln gehören Eier, Leber, Fisch, grünes Gemüse, Nüsse, Buchweizen und Milchprodukte.
4. Schlechte Gewohnheiten aufgeben
Vermeiden Sie häufiges Lippenlecken, die Verwendung aggressiver Zahnpasta oder Kosmetika und längeres ungeschütztes Aussetzen der Kälte.
5. Unterstützt die Immunität
Regelmäßige Spaziergänge, gesunder Schlaf, Stressminimierung und die Einnahme immunstimulierender Medikamente können einen zusätzlichen Schutz vor Rückfällen bieten.
Wann ist ein Arzt aufzusuchen?
Wenn die Mundwinkelrhagaden länger als eine Woche nicht abklingen, mit starken Schmerzen, Schwellungen und Eiter einhergehen oder sich auf andere Hautbereiche ausbreiten, müssen Sie professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Besonders vorsichtig sollten Eltern von Kleinkindern und älteren Menschen sein, deren Körper über eine geringere Selbstheilungskraft verfügt.
Wir möchten Sie daran erinnern, dass wir bereits früher über die gesundheitlichen Gefahren von Tätowierungen und deren Vermeidung geschrieben haben.
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