Was ist Online-Überlastung und wie geht man damit um?

Von einer Reizüberflutung spricht man, wenn einer oder mehrere Ihrer Sinne überlastet sind. Quelle: freepik.com

Zugegeben, der Begriff „überlastet“ ist im Internet durchaus geläufig. Menschen verwenden es oft, um gesteigerte Emotionen zu beschreiben, ohne den wahren Kontext des Wortes zu verstehen. Obwohl Überforderung oft mit psychischen Erkrankungen wie Angstzuständen oder Autismus in Verbindung gebracht wird, kann sie in Wirklichkeit jeder empfinden. Was ist Online-Überlastung?

Inhalt Was ist Überlastung und Online-Überlastung?

WomanEL bietet grundlegende Informationen, darunter häufige Anzeichen, Auslöser und Möglichkeiten, damit umzugehen.

Was ist Überlastung und Online-Überlastung?

„Überwältigung ist ein Zustand, in dem eine Person durch übermäßige sensorische, emotionale oder kognitive Einflüsse überwältigt wird“, erklärt der Psychologieexperte Ryan Young. Sie fühlen sich möglicherweise überfordert, wenn Ihr Gehirn versucht, eine große Anzahl von Reizen zu verarbeiten, wie etwa laute Geräusche, helles Licht oder eine überfüllte Umgebung.

„Dies kann eine Stressreaktion auslösen, die zu Angstgefühlen, Unruhe und Müdigkeit führt“, sagt Young. „Auf diese Weise signalisieren Körper und Geist, dass sie eine Pause brauchen, um sich neu zu kalibrieren.“ Laut dem National Institute of Mental Health (NIMH) kann diese Art der sensorischen Überlastung das tägliche Funktionieren beeinträchtigen und wird oft mit Angstzuständen und anderen psychischen Störungen in Verbindung gebracht.

Wenn überwältigende Gefühle Ihren Alltag beeinträchtigen, wenden Sie sich für zusätzliche Unterstützung an einen Psychologen.

Was ist eine Online-Überlastung: Anzeichen

Auf dem Papier ist Überforderung vielleicht klar erkennbar, aber woher wissen Sie, ob Sie sie selbst spüren? „Sie können Überforderung erkennen, indem Sie sowohl auf körperliche als auch auf emotionale Anzeichen achten“, sagt Young (und diese können von Person zu Person unterschiedlich sein). Hier sind einige Anzeichen, auf die Sie achten sollten:

  • Erregung.
  • Reizbarkeit.
  • Der Wunsch, in eine ruhigere Umgebung zu entfliehen.
  • Konzentrationsschwierigkeiten.
  • Erhöhte Herzfrequenz.

Mit diesen Zeichen sagen Gehirn und Körper „Genug“, erklärt Young. Es gibt jedoch auch andere psychische Erkrankungen, die ähnliche Folgen haben können. „Angst oder chronischer Stress können die Symptome eines überlasteten Körpers nachahmen, wie etwa Reizbarkeit und Konzentrationsschwierigkeiten“, sagt Young. „Burnout – ein Zustand geistiger und körperlicher Erschöpfung aufgrund von anhaltendem Stress – kann ähnliche Gefühle hervorrufen, ebenso wie eine Empfindlichkeit gegenüber sensorischer Verarbeitung, die bei neurodivergenten Menschen häufig vorkommt.“

Im Gegensatz zu Überlastungsstress, der vorübergehend ist und jeden treffen kann, reagieren Menschen mit einer sensorischen Verarbeitungssensitivität von Natur aus jederzeit empfindlich auf Umweltreize. Wenn Sie merken, dass Sie sich zu irgendeinem Zeitpunkt unwohl oder ängstlich fühlen, ist es wichtig, den Grund für die richtige Lösung des Problems herauszufinden.

Mögliche Auslöser für Staus

Wir leben in einer stressigen Welt. Und es sind nicht nur blinkende Lichter und laute Geräusche. „Mit dem Aufkommen der digitalen Technologie sind die Menschen ständig über Smartphones, soziale Medien und das Internet mit Informationen konfrontiert und haben oft keine Zeit, abzuschalten“, sagt Young. „Dieser ständige Informationsfluss kann zu einer Informationsüberflutung führen. Dies erschwert es den Menschen, das Erlebte zu verarbeiten oder zu filtern.“

Während wir oft an Dinge wie überfüllte Orte, laute Veranstaltungsorte und helles Licht denken, kann zu viel Zeit vor dem Bildschirm auch ein wichtiger Auslöser für einen überreizten Körper sein. Auch unangenehme Oberflächen, unerwarteter Körperkontakt und Veränderungen der Umgebung (wie etwa der Temperatur) können eine Verstopfung verursachen.

Wie man mit Überforderung umgeht

Es ist sinnvoll, Pausen von den Geräten einzulegen. Quelle: freepik.com

Wenn Sie sich überfordert fühlen, geraten Sie nicht in Panik. Als Erstes müssen Sie innehalten und feststellen, was die Ursache für Ihre Überlastung sein könnte. „Sobald Sie die Quelle identifiziert haben, reduzieren Sie die Menge der eingehenden Informationen. „Das Aufsetzen von geräuschunterdrückenden Kopfhörern, das Dimmen des Lichts oder eine Pause von Ihren Geräten kann sofortige Linderung verschaffen“, sagt Young. Selbstregulierungsstrategien wie tiefe Atemübungen, Achtsamkeit oder ein kurzer Spaziergang im Freien können ebenfalls dazu beitragen, Ihre Gefühle zu beruhigen.

Für eine längerfristige Unterstützung sollten Sie laut Young einen Psychologen aufsuchen, der Ihnen dabei helfen kann, mit der Überforderung besser umzugehen.

Haben Sie eine Panikattacke oder Angstattacke? Finden Sie heraus, was der Unterschied ist und wie Sie lernen, sie zu unterscheiden.

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