Welche gesundheitlichen Risiken bergen Tätowierungen und wie lassen sie sich vermeiden?
Tätowierungen haben längst die Grenzen der Subkultur überschritten und sind Teil des alltäglichen Lebens geworden. Sie werden von Studenten und Büroangestellten, Ärzten und Künstlern, Männern und Frauen jeden Alters angewendet. Mit der zunehmenden Beliebtheit von Tätowierungen stellt sich jedoch auch die Frage: Sind sie gesundheitlich unbedenklich? Gibt es Risiken? Betrachten wir den Einfluss von Tätowierungen auf den menschlichen Körper.
Inhalt
- Wie Tätowieren funktioniert: Ein kurzer Überblick über den Vorgang
- Hauptrisiken und potenzieller Schaden
- Allergische Reaktionen
- Infektionen
- Bildung von Narben und Granulomen
- Reaktionen während der MRT
- Langzeitwirkungen von Giftstoffen
- Was die wissenschaftliche Forschung sagt
- Wer sollte besonders vorsichtig sein?
- Wie macht man ein Tattoo sicher?
- Schädlich oder sicher?
Wie Tätowieren funktioniert: Ein kurzer Überblick über den Vorgang
Beim Tätowieren wird Farbe unter die oberste Hautschicht – die Epidermis – direkt in die Dermis injiziert. Deshalb bleibt die Zeichnung ein Leben lang erhalten. Dieser Vorgang dient jedoch nicht nur der Ästhetik, sondern beeinflusst auch das Immunsystem, die Haut und manchmal sogar die systemischen Reaktionen des Körpers.
Hauptrisiken und potenzieller Schaden
Allergische Reaktionen
Einige Pigmente, insbesondere rote, können Allergien auslösen. Die Reaktion kann unmittelbar nach dem Eingriff oder nach mehreren Monaten oder sogar Jahren auftreten.
Infektionen
Bei einer Beeinträchtigung der Sterilität besteht die Gefahr einer Infektion mit Bakterien (Staphylokokken, Streptokokken) sowie Viren – Hepatitis B und C, HIV. Aus diesem Grund ist die Wahl eines zertifizierten Technikers, der alle Hygienestandards einhält, von entscheidender Bedeutung.
Bildung von Narben und Granulomen
Manchmal werden Pigmentpartikel vom Körper als Fremdkörper wahrgenommen, was zur Bildung von Verdichtungen (Granulomen) oder Keloidnarben führt.
Reaktionen während der MRT
Obwohl es selten vorkommt, können Tätowierungen bei einer MRT-Untersuchung ein brennendes oder reizendes Gefühl verursachen.
Langzeitwirkungen von Giftstoffen
Manche Tinten enthalten Schwermetalle (Blei, Arsen, Cadmium), die sich in den Lymphknoten ansammeln können. Tierstudien weisen auf die Möglichkeit schädlicher Wirkungen hin, es laufen jedoch groß angelegte Studien am Menschen.
Was die wissenschaftliche Forschung sagt
Die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) hat die Verwendung von mehr als 4.000 Chemikalien in Tätowierfarben im Jahr 2022 eingeschränkt. Grund dafür sind mögliche Karzinogenität, Reproduktionstoxizität und die Fähigkeit, Allergien auszulösen.
Gleichzeitig zeigen Untersuchungen der American Dermatological Association, dass Tätowierungen bei entsprechender Sterilität und der Verwendung zertifizierter Tinten keine schwerwiegenden Auswirkungen auf die Gesundheit der meisten Menschen haben.
Wer sollte besonders vorsichtig sein?
• Menschen mit chronischen Hauterkrankungen (Psoriasis, Dermatitis)
• Menschen mit Autoimmunerkrankungen
• Schwangere Frauen (aufgrund hormoneller Veränderungen und Infektionsrisiko)
• Für Allergiker
• Personen mit Problemen mit der Blutgerinnung
Wie macht man ein Tattoo sicher?
1. Wählen Sie einen zugelassenen Techniker mit guten Bewertungen.
2. Stellen Sie sicher, dass Einweginstrumente verwendet werden.
3. Prüfen Sie, welche Farben verwendet werden und ob diese zertifiziert sind.
4. Befolgen Sie in den ersten Tagen nach dem Eingriff die Anweisungen zur Nachsorge des Tattoos.
5. Lassen Sie sich nicht „unterwegs“ oder unter fragwürdigen Bedingungen (am Strand, zu Hause usw.) tätowieren.
Schädlich oder sicher?
Tätowierungen sind nicht völlig ungefährlich, aber wenn alle Regeln befolgt werden, verursachen sie keinen nennenswerten Schaden für den Körper. Die meisten Komplikationen entstehen durch mangelnde Hygiene oder die Verwendung minderwertiger Farben. Ein ausgewogener Ansatz, die Beratung durch einen Dermatologen und die Wahl eines professionellen Künstlers sind der Schlüssel zu einem sicheren Tätowiererlebnis.
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